Wir alle kennen die Situation: Sie wollen auf eine Webseite zugreifen, jedoch erscheint ein kryptischer dreistelliger Fehlercode, der Ihnen nichts sagt. Das nagt an Ihren Nerven, ob als Webseitenbesucher oder              -betreiber. Fehlercodes auf Webseiten können negative Auswirkungen auf SEO haben und verärgern Ihre Kunden. Deshalb erklären wir Ihnen, was Sie tun können, damit die Webseite so schnell wie möglich wieder problemlos funktioniert. Denn eigentlich ist es keine Hexerei: Die Zahlen der HTTP-Statusmeldungen werden vom Server an den Client, also Ihren Computer oder Ihr Smartphone geschickt. Sie stehen für den aktuellen Status Ihrer Anfrage und deuten auf die Ursachen des Fehlers hin. Mit ein wenig Hintergrundwissen finden Sie diesen meist schneller als gedacht.

Error 400er Statuscodes

Die Ursache des Fehlers liegt bei den 400er Codes meistens beim Client. Diese Codes bedeuten, dass die angefragte Seite nicht erreicht wurde, da Sie nicht oder nicht mehr existiert oder nicht gefunden werden kann. So steht der Sammelstatuscode „400: Bad Request“  dafür, dass die Anfrage fehlerhaft aufgebaut ist. Der Server hat die Anfrage deshalb nicht verstanden oder kann sie nicht entziffern. Oftmals liegt ein Tippfehler in der URL vor, der Cache muss geleert und die Cookies gelöscht oder die Seite einfach nochmals neu geladen werden.

Der Klassiker unter den 400er Codes ist der Error „404: Not Found“. Er steht für eine unauffindbare Webseite und erscheint beispielsweise, wenn von einer veralteten URL keine Umleitung zur Neuen eingerichtet wurde. Der Code „410: Gone“ erscheint ebenfalls häufig. Er steht für ein Dokument oder eine Webseite, die dauerhaft entfernt und für die keine Umleitung eingerichtet wurde. Dies macht zum Beispiel bei einer Produktseite Sinn, wenn das Produkt aus dem Sortiment genommen wurde und kein ähnliches Produkt vorhanden ist, auf das weitergeleitet werden kann. 410er Seiten können oft individuell gestaltet werden, um dem Kunden die Message in der Sprache und Art des Unternehmens mitzuteilen und gegebenenfalls alternative Produkte vorzuschlagen. Zwei weitere Codes, die wir eher oft sehen, sind „408: Request Timeout“ und „429: Too Many Requests“. Dabei hat der Server zu lange gebraucht, um die Seite abzurufen und als Folge den Versuch abgebrochen oder er ist mit zu vielen Anfragen überlastet. Abwarten und in einigen Minuten nochmals versuchen löst das Problem teilweise.

Error 500er Statuscodes

Bei den 500er Codes ist meist der Server der Grund für den Fehler. Der Code „500: Internal Server Error“ steht als Sammelstatuscode für unerwartete Serverfehler. Diese Fehler werden also nicht beispielsweise durch einen Tippfehler der Webseitenbenutzer verursacht, sondern können meist nur vom Webmaster oder Host der Webseite behoben werden.

Diese Ursachen stecken hinter den 500er Codes und sollten überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden:

  • Der Server braucht zu lange für eine Antwort (PHP-Timeout)
  • Der Prozess überlastet den Server bzw. den Arbeitsspeicher des Servers (PHP-Memory-Limit)
  • Die Zugriffs- und Bearbeitungsberechtigungen sind falsch gesetzt
  • Die .htaccess-Datei beinhaltet Fehler
  • Das Script bereitet Probleme
  • Neu installierte Plugins oder Themes funktionieren nicht richtig

Die Codes „502: Bad Gateway“, „503: Service Unavailable” und „504: Gateway Timeout” sind wohl die häufigsten unter den 500er Codes. Der 502er Code deutet darauf hin, dass der Server unter der eingegebenen URL-Adresse keinen Inhalt gespeichert hat. Der 503er Code bedeutet, dass der Server aktuell nicht verfügbar ist und keine Anfragen bearbeiten kann, weil er zum Beispiel überlastet oder wegen Wartungsarbeiten offline ist. Beim Code 504 hat der Server das Zeitlimit für die Abfrage überschritten und deshalb abgebrochen.

Statuscodes 100 bis 300

Der Vollständigkeit halber noch kurz zu den 100er, 200er und 300er Codes: Diese kommen Ihnen wahrscheinlich nicht bekannt vor, da Sie diese normalerweise nicht zu sehen bekommen. Sie werden im Hintergrund vom Server an den Client gesendet, wenn alles wie gewollt läuft. Ihnen als Internetuser wird dabei der gewünschte Seiteninhalt der Webseite angezeigt. Mit den 100er Codes werden Informationen übermittelt, währenddem die Anfrage verarbeitet und ausgeführt wird. Die 200er Codes stehen für eine erfolgreiche Anfrage, bei der die Infos richtig gesendet wurden und deren Antwort verwertet werden kann. Durch die 300er Codes wird eine Umleitung auf eine andere Webadresse angezeigt, da die eigentlich verlinkte oder gesuchte Adresse zum Beispiel veraltet ist.

Falls Sie mit unerklärlichen Fehlercodes kämpfen, unterstützen wir Sie gerne. Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf!