Google Ads, den meisten noch als AdWords bekannt, entwickelt sich konstant weiter. Der Name ist zwar neu, abgesehen vom Interface hat sich jedoch nicht viel verändert. Google Ads ist dementsprechend auch nicht einfacher geworden. Das gleiche gilt für die grundlegende Idee, den Nutzern eine möglichst passende Anzeige zu Ihren Suchen auszuspielen.

Was sich jedoch geändert hat, ist die Anzahl Funktionen. Nutzer bekommen immer mehr Automatisierungsmöglichkeiten, da Google versucht, Google Ads ohne Profihilfe zugänglich zu machen. Ein Kinderspiel ist es aber trotzdem noch nicht.

Deshalb zeigen wir Ihnen 6 häufige Fehler, die es bei der Nutzung von Google Ads zu vermeiden gilt.

Natürlich legt Google grossen Wert darauf, dass jedes Konto so optimiert wird, wie Google sich das vorstellt. Deshalb bekommen Sie auch regelmässig Tipps, in welchen Google aufzeigt, welche Elemente noch unzureichend optimiert sind.

Ziel ist es also, Ihren Account so gut wie möglich zu optimieren, um besser eingestuft zu werden, was wiederum zu mehr Impressionen und tieferen Klickpreisen führt.

Trotzdem möchten wir Ihnen ans Herz legen, nicht 100% Optimierung beim Google Optimierungsfaktor anzustreben, da dies für die meisten Nutzer einfach keinen Sinn ergibt. Dies aus dem Grund, da gewisse Punkte für Sie schlicht nicht rentabel sein werden und deshalb ausser Acht gelassen werden können respektive müssen.

Nun also zu den 6 Fehlern, die den Optimierungsfaktor negativ beeinflussen:

1.  Nicht genügend Anzeigen pro Anzeigegruppe

Pro Anzeigegruppe möchte Google mindestens drei erweiterte Textanzeigen sehen. Zu Beginn erscheint dies sinnvoll, da ohnehin getestet werden muss, welche Anzeige am besten ankommt und laufend optimiert wird. Mit der Zeit wird sich dann ein Gewinner herauskristallisieren. Leider wird mit der Einstellung „Optimieren: Leistungsstärkste Anzeigen bevorzugt bereitstellen“ nicht die konversionsstärkste Anzeige bevorzugt, sondern die klickstärkste.

Besser ist es also, zwei sehr ähnliche Varianten der erfolgreichen Anzeige zu erstellen. Achtung, dies gilt nur für Kampagnen, die bereits etabliert sind.

2. Nicht genügend Anzeigeerweiterungen besitzen

Auch bei den Anzeigeerweiterungen geht es für den Optimierungsfaktor vorerst nicht darum, ob sie sinnvoll sind. Wie bei den Anzeigen möchte Google auch bei den Anzeigeerweiterungen drei Arten pro Anzeige sehen. Diese Erweiterungen beispielsweise sind eigentlich für alle interessant:

  • Sitelink-Erweiterung
  • Erweiterung mit Zusatzinformationen
  • Snippet-Erweiterung

Je nach Ziel und Branche sollten aber auch weitere hinzugefügt werden.

3. Budget begrenzen

Meistens besitzen Kampagnen ein Tagesbudget. Dies wirkt sich leider negativ auf den Optimierungsfaktor aus. Natürlich muss das akzeptiert werden. Läuft eine Kampagne aber sehr gut und liefert regelmässig gute Konversionen zu tiefen Kosten, steht einer Budgeterhöhung nichts im Weg.

4. Display Select nutzen

Wenn Sie eine neue Suchnetzwerkkampagne anlegen, ist Display Select standardmässig aktiviert. Display Select ist ein Mix aus Such- und Displaynetzwerk, welches dabei hilft, Kampagnen zu automatisieren. Einmal aktiviert, erscheinen Ihre Anzeigen nicht nur im Suchnetzwerk, sondern auch im Displaynetzwerk. Vorausgesetzt, die Platzierung passt zu den Keywords.

Leider ist dies in der Praxis nicht sinnvoll, da sich Display Kampagnen in der Performance grundlegend von Suchnetzwerkkampagnen unterscheiden. Suchnetzwerkkampagnen sind nicht schlechter, jedoch einfach so verschieden, dass sie in separaten Kampagnen angelegt werden sollten. Sonst wird die Übersicht schwer und die Optimierung ein Ding der Unmöglichkeit. Wir raten Ihnen also, Display Select auszuschalten.

5. Konversion & Gebotsstrategien nicht nutzen

Sollten Sie Google überlassen Ihre Klickpreise zu bestimmen? Ja, aber nur unter den richtigen Voraussetzungen. Tatsächlich sind die automatischen Gebotsstrategien in den letzten Jahren immer besser geworden. Ein Mensch hat keine Chancen mehr, dagegen anzutreten. Dafür braucht Google Daten von Ihnen, um arbeiten zu können. Die Daten müssen aussagekräftig sein. Laut Google liegt die Grenze für konversionsbasierte Gebotsstrategien bei 15 Konversionen pro 30 Tage. Wirklich erfolgreich werden automatische Gebote jedoch erst ab deutlich höheren Zahlen.

6. Keine Customer Journey besitzen

Auch bei Google Ads sollten Sie die gesamte Customer Journey berücksichtigen. Erstellen Sie keine eigenständigen Kampagnen, versuchen Sie stattdessen verschiedene Phasen Ihrer Customer Journey abzudecken.

Vermeiden Sie diese 6 Fehler und Sie werden merken, dass sich Ihr Optimierungsfaktor merklich steigert.